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Hortus aequilibrii
Garten des Gleichgewichts

 

Vielfalt - Schönheit - Nutzen

Was ist ein Hortus ?

 

Das Wort Hortus kommt aus dem lateinischen und bedeutet Garten. Der erste Hortus, der Hortus Insectorum, wurde von Markus Gastl gegründet. Nach dem Motto

 

Machen ist wie wollen - nur krasser !

 

entwickelte er ein Gartenprinzip, das für jeden anwendbar ist. Das Grundprinzip besteht aus drei Zonen, der Pufferzone, der Hotspot-Zone und der Ertragszone. Ergänzt wird der Hortus durch weitere "Module" wie z.B. Totholz- oder Steinhaufen, Sandhügel, Feuchtzonen, Benjeshecken und Nisthilfen. 

Ziel eines Hortus ist es, Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten und anderen Tiere zu schaffen. Es werden weder Chemikalien noch künstliche Dünger eingesetzt, vielmehr sind alle Zonen so miteinander vernetzt, dass eine gesunde und stabile Bodenqualität gewährleistet wird und lästiges Entsorgen von z.B. Grasschnitt oder der teure Zukauf von Pflanzenschutzmitteln, Düngepräparaten & Co. überflüssig ist.

 

Man muss kein großes Grundstück besitzen um einen Hortus entstehen zu lassen, ein paar Blumentöpfe, ein Balkon, ein Dachgarten oder ein kleiner Vorgarten reichen aus.

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Der Hortus aequilibrii

 

Das Schöne an einem Hortus ist, dass es keine starren Regeln gibt. So entwickelt jeder Hortus seinen ganz eigenen Charme und seinen einzigartigen Nutzen für die Umwelt. Und obwohl sich viele ähnliche Module in jedem Hortus wiederfinden, gleicht doch kein Hortus dem anderen.

 

Die Philosophie hinter dem Hortus aequilibrii  verbirgt sich schon in seinem Namen:

aequilibrii = Gleichgewicht. In unserem Hortus

 

leben Mensch UND Tier
es ist ordentlich UND unordentlich
es ist dunkel UND hell
es ist sonnig UND schattig
es ist trocken UND nass
es ist mager UND fett
es ist einheimisch UND ja, auch ein klein wenig exotisch

 

Das Geheimnis ist das Gleichgewicht. Im Hortus aequilibrii geht es nicht darum, fünf exotische Blumen fünf einheimischen Stauden gegenüber zu stellen. Viel mehr hat jede Komponente des Gartens ihr eigenes "Gewicht", das in die Waagschale geworfen wird. Ein einfaches Beispiel:

Ein japanischer Zierstrauch mit gefüllten Blüten würde ein hohes Gewicht in die Waagschale legen, da sein Wert für unsere Insekten- und Vogelwelt nur minimal ist. Eine Salweide dagegen ist ein sehr wertvolles Gehölz und belastet unsere Waage nur in sehr geringem Maße. Die Waage kommt also ins Gleichgewicht, wenn  viele nutzbringende Pflanzen nur wenigen exotischen Schönheiten gegenüberstehen, auf die man vielleicht nicht verzichten möchte.

Natürlich ist das meine ganz eigene Philosophie, jeder Hortus-Besitzer hat seine ganz eigene Anschauung, seinen ganz eigenen Weg, den er verfolgt. Gemeinsam ist aber allen, dass sie sich am Drei-Zonen-Prinzip orientieren und wertvolle Oasen für Insekten in der großen Welt der Gartenwüsten bilden.

 

Der Hortus aequilibrii ist ein gut 750 qm² großes Grundstück im Bergischen Land. Das L-förmige Haus trennt einen nicht zu kleinen Vorgarten auf der Ostseite von einem großen Hauptgarten auf der Westseite. Der Hauptgarten ist geprägt von einer einseitigen Hanglage der südlich gelegenen Hälfte.

Gekauft haben wir das Grundstück schon im Jahr 2003, aber bis 2015 fehlten mir Zeit und Motivation, um das Chaos in ein Paradies zu verwandeln. Danach versuchte ich zwei Jahre vergeblich, den Garten den Bedürfnissen und dem Geschmack unserer Familie entsprechend zu gestalten - mir fehlte einfach ein passendes Konzept.

Der Garten sollte auf jeden Fall ein natürlich wirkender Garten werden, nicht jedes Jahr auf's Neue Unsummen an Geld für neue Pflanzen und Materialien verschlingen, frei von Giften sein und so wenig Arbeit wie möglich machen. Ein paar Insekten und vielleicht ein Igel standen auch auf meinem Wunschzettel.

 

Es folgten Wochen und Monate in denen ich jede freie Minute im Internet suchte, Bücher und Zeitschriften verschlang, andere Gärten in der Umgebung unter die Lupe nahm, viele halbherzige Versuche, etwas Struktur in den Garten zu bringen ... alles mit nur mäßigem Erfolg.

Im Sommer 2015 dann endlich der Durchbruch! Ich landete per Zufall auf der Seite von Markus Gastl. Das dort beschriebene Drei-Zonen-Konzept erschien mir schlüssig und ich wollte mehr wissen. Ich habe mir dann sofort sein Buch "Drei-Zonen-Garten" besorgt und es gleich zweimal hintereinander durchgelesen, so fasziniert war ich. Ideen kamen und gingen, erste Bilder entstanden in meinem Kopf, grobe Skizzen wurden gezeichnet.

Im August 2017 fiel dann der Startschuss: Die erste Pufferzone entstand in Form einer gemischten Hecke auf einer Seite des Vorgartens.

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Die Hortus-Komponenten

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Pufferzone

 

Die Pufferzone begrenzt den Hortus durch einheimische Gehölze, die Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten bieten.

HotSpot-Zone

 

Als Hotspot-Zone bezeichnet man abgemagerte Böden, auf denen z.B. Blumenwiesen oder Steingärten angelegt sind.

 

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Ertragszone

 

Die Ertragszone beinhaltet das, was geerntet wird, also z.B. Obst, Gemüse oder Kräuter.

 

 

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Naturmodule

 

Module bestehen aus den unterschiedlichsten Materialen und schaffen neue Lebensräume.

 

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